Chromatic Wednesdays #9

Chromatic Wednesdays #9

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Für die dritte Folge zum Thema “Grenzen” in diesem Monat freuen wir uns, den Filmregisseur Eren Aksu in unserer Live-Sendung zu begrüßen. Eren Aksu ist ein in Berlin lebender Filmemacher, dessen Arbeiten auf zahlreichen internationalen Filmfestivals ausgezeichnet wurden. Während der Veranstaltung werden seine Filme „Cosmoroma“ (8′, 2015) und „Routines“ (18′, 2018) online vorgeführt und Ausschnitte aus seinem neuesten Film „Other Than That, I’m Fine“ (14′, 2020) gezeigt. Anschließend werden wir mit Aksu zu einem Gespräch kommen, in dem wir seine Praxis diskutieren und darüber nachdenken werden, wie das Kino die dichten Trennungen verwischen und Realitäten von der anderen Seite der Linse freilegen kann.
 
In „Cosmoroma“ beobachten wir den Tagesausflug eines Paares auf eine Insel von Istanbul. Das Paar wird von der nicht enden wollenden Stadtlandschaft in den Bann gezogen und versinkt in einer Kontemplation über den urbanen Verfall. In „Routines“, der in Berlin spielt, folgen wir der Hochspringerin Jossie Graumann, und beobachten eine Woche ihres Lebens, wo sie für ihre letzte Chance trainiert, sich für die Weltmeisterschaften zu qualifizieren. In „Other Than That, I’m Fine“ werden wir Zeuge von Aslıs abruptem Gefühl der Ortlosigkeit. Als Teil der aktuellen Einwanderungswelle aus der Türkei nach Deutschland ist Aslı neu in Berlin. Sie spricht für die Stimme des Audioguides für ein archäologisches Museum vor, das sie mit Objekten aus ihrer Heimat konfrontiert, darunter ein monumentaler Zeus-Altar. Ihr Arbeitstag als Sprecherin wird neue Verbindungen und Trennungen aufzeigen.
https://eren-aksu.com/about
 
Live-stream link: https://www.facebook.com/apartmentprojectberlin/live/
Previous episodes of Chromatic Wednesdays: https://www.facebook.com/watch/487333424612058/870336180382778

Eren Aksu wurde in Istanbul, Türkei, geboren. Nach seinem Bachelor in Film & TV an der Istanbul Bilgi University zog er nach Berlin um, wo er heute lebt und arbeitet. Er hat einen Bachelor of Arts und einen Master of Arts in Arts & Media von der Universität der Künste Berlin. 

Seine narrativen Filmprojekte erzählen persönliche Geschichten durch hybride Formen. „Cosmorama“ wurde bei den Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen (2016) uraufgeführt. Er lief im Kurzfilmwettbewerb des Sarajevo Film Festivals (2016) und im Wettbewerb des Dresdner Kurzfilmfestivals (2017), beim Akbank Kurzfilmfestival sowie bei weiteren internationalen Filmfestivals. „Routines“ feierte seine Premiere bei den Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen (2018), wurde beim Exground Film Festival (2018) gezeigt und war auf der DVD „German Short Films – Cannes Edition“ (2018) enthalten. Im Jahr 2017 wurde er als Regisseur zu Talents Sarajevo eingeladen. Sein neuester Film „Other Than That, I’m Fine“ gewann den 3sat-Förderpreis bei den 66. Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen.
 
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Chromatic Wednesdays ist ein Höhepunkt unseres neuesten kollektiven Bewusstseins – die Pandemie hat unsere Fähigkeit, Kreativität und Produktion gestört. Wie können wir als Künstler und Intellektuelle alternative Formen des Denkens entwickeln und diese unklare existenzielle Situation artikulieren? Wie können wir aus diesem Schwebezustand herauskommen? Wie können wir sie vertreiben?
Um diese Fragen zu beantworten, entwickelte Apartment Project ein Programm mit dem Titel „Chromatic Wednesdays“, das aus 33 Einzelveranstaltungen besteht, die innerhalb von elf Monaten ab dem 11. November 2020 stattfinden werden. Jeder Monat dreht sich um spezifische Themen zu aktuellen Themen wie: Einwanderung, Pandemie, Ökologie, Nachhaltigkeit, Gentrifizierung, Geschlecht, Überleben, Grenzen, Geographie, Redefreiheit und Zukunft. An drei Mittwochen pro Monat werden Künstler, Musiker, Performer, Wissenschaftler und Kulturschaffende eingeladen, zusammenzuarbeiten und ihre Forschungen, Praktiken und Erfahrungen auszutauschen. Der Raum wird eine Vielzahl von Veranstaltungen wie Konzerte, Performances, Workshops, Filmvorführungen, Vorträge, Ausstellungen, Lesungen, Podiumsdiskussionen und Dinner-Versammlungen beherbergen.
 
„Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien“